Archiv der Kategorie: Allgemein

Die Belagerung und Eroberung von Luxemburg 1684 (Darstellung mit Zinnfiguren in einem Diorama)

Im Zinnfigurenmuseum des Volkskunde- und Freilichtmuseums Roscheider Hof in Konz bei Trier befindet sich u. a. ein Großdiorama der Belagerung von Luxemburg 1684 im Reunionskrieg Ludwigs XIV. Ich hatte Gelegenheit, 2022 im Rahmen eines Urlaubs das Museum zu besuchen und dadurch u.a. auch etliche Fotografien von diesem Diorama zu bekommen, die ich in diesem Artikel zeigen möchte. Das Diorama stammt aus der Sammlung von Prof. Dr. Klaus Gerteis und wurde in einem Projekt mit Studenten der Universität Trier geschaffen. Die Belagerung und Eroberung von Luxemburg 1684 (Darstellung mit Zinnfiguren in einem Diorama) weiterlesen

Trauer um Erika Ochel

Trauer um Erika Ochel

Sie zählte zweifelsohne zu den Größen in der Sammlerszene. Jetzt ist Erika Ochel im Alter von 82 Jahren gestorben. Als Herausgeberin von etwa 12.000 Typen zählte die ehemalige Inhaberin der Kieler Zinnfiguren zu den bedeutendsten Herausgebern überhaupt. Die norddeutsche Offizin hat die Sammlungen mehrerer Generationen von Zinnfigurenfreunden geprägt. Trauer um Erika Ochel weiterlesen

Das hessische Regiment zu Fuß “Grenadiere” im Spanischen Erbfolgekrieg 1702-1712

Errichtung, Stärken und Führung

Wenn es auch schon ursprünglich im 17. Jahrhundert in den deutschen Staaten Grenadiere für den Kampf mit Handgranaten nach französischem Vorbild gab, die in die jeweiligen Kompanien der Infanterieregimenter integriert waren, so sind doch die ersten eigenständigen Grenadierbataillone und Grenadierregimenter erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts errichtet worden. Das hessische Regiment zu Fuß “Grenadiere” im Spanischen Erbfolgekrieg 1702-1712 weiterlesen

Zinn meets Jazz…

Zinn meets Jazz…aus dem Leben eines Zinnfigurenfreundes. Hier ein weiterer Beweis dafür, wie breitgefächert unsere geschätzte Zinnfigur das kulturhistorische Spektrum abbildet und nicht nur (wie wahrscheinlich noch weit verbreitete Meinung) in friderizianischen Uniformen grenadiermützengekrönt daherkommt. Und selbst bei der zinnfigürlichen Abbildung musikhistorischer Themen beschränkt sie sich nicht auf schon weiter zurückliegendes wie Der junge Mozart am Flügel, Richard Wagner oder Wilhelm Furtwängler beim Dirigieren. Auch uns noch lebendig lebenden Älteren (so sie denn allerdings nicht völlig mit Jazz und Swing auf dem Kriegsfuß stehen) bietet sie etwas quasi „zeitgenössisches“ zum Bemalen.

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Tabletop in der Epoche des Siebenjährigen Krieges

Preußen im 18. Jahrhundert fasziniert mich -schon immer – mein ganzes Sammlerleben lang.

 

Vor ein paar Jahren bestellte ich mir bei der Offizin Frontrank https://www.frontrank.com/ ein dutzend preußische Husaren des Regimentes von Werner. Nach 3 bemalten Figuren landete der Rest im Zinnsarg. Dort würden die Figuren immer noch liegen, wenn ich in der Zwischenzeit nicht dem Wargaming verfallen wäre. Tabletop in der Epoche des Siebenjährigen Krieges weiterlesen

Prinz Eugen der edle Ritter

Hintergrund der Zinnfigurenserie der Offizin Scholtz (Berliner Zinnfiguren)

 

Die Zinnfigurenserie wurde durch den Text der Ballade „Prinz Eugen, der edle Ritter“, op. 92 von Johann Carl Gottfried Loewe, inspiriert. Danach wird Prinz Eugen bei einem Besuch im Lager seines Dragonerregiments nach der Schlacht von Belgrad (1717) von den Dragonern mit einem Loblied gefeiert. Mit dieser populären Ballade (nach dem Gedicht von Ferdinand Freiligrath) wird der Rückeroberung der Stadt und Festung Belgrad gedacht, Prinz Eugens größtem Sieg über die osmanischen Armeen. Es handelt sich hierbei aber nicht um das berühmte Volkslied, welches die Belagerung und Einnahme der Stadt Belgrad durch Prinz Eugen beschreibt und mit der ersten Strophe wie folgt beginnt:

Prinz Eugen der edle Ritter,
wollt dem Kaiser wied’rum kriegen
Stadt und Festung Belgerad!
Er ließ schlagen eine Brukken,
dass man kunt hinüberrucken
mit der Armee vor die Stadt.

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Kronprinz Friedrich von Preußen und die „Riesengarde“ seines Vaters

In den Jahren von 1718 bis 1729 wurde Kronprinz Friedrich nach Maßgabe seines Vaters, Königs Friedrich Wilhelms des I., vorrangig militärisch erzogen, wobei diese Aufgabe durch zwei hohe Offiziere, nämlich Gouverneur und Oberhofmeister Albrecht Konrad Graf Finck von Finckenstein und Oberst Christoph Wilhelm von Kalkstein wahrgenommen wurde. Deren Aufgabe bestand nach Instruktion des Königs darin, Friedrich zu „einem frommen Christen und tapferen Soldaten“ zu erziehen. Kronprinz Friedrich von Preußen und die „Riesengarde“ seines Vaters weiterlesen