Archiv der Kategorie: Allgemein

30. Kulmbacher Malwoche – Zinnfigurenfreunde feiern Jubiläum

Anfang April trafen sich erneut begeisterte Zinnfigurenmaler im Hotel Kronprinz in Kulmbach zur traditionellen Malwoche. Der Veranstaltungsraum, das Patenstadtstüberl, bietet mit seinen Oberlichtern und der guten Belüftungsmöglichkeit ideale Bedingungen für konzentriertes Arbeiten. Die Tische waren bereits vorbereitet und mit Mehrfachsteckdosen für die Arbeitslampen ausgestattet – perfekte Voraussetzungen für eine produktive Woche.

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Unter den schwarzen Fahnen Teil 1

Eine Regiments-Chronik des altpreußischen Infanterieregiments Nr. 2

(1655 bis 1807)

Teil 1

Die Gründung durch das kurbrandenburgische Regiment z. F. „Schwerin“ (1655-1668)

 

Mit Kapitulation vom 20.12.1655 warb Oberst Bogislav von Schwerin, der Kommandant der Festung Kolberg, in Pommern ein Regiment zu Fuß von 8 Kompanien, welches aber erst im März 1657 vollständig gemustert werden konnte und zur See nach Pillau in Preußen gebracht wurde. Unter den schwarzen Fahnen Teil 1 weiterlesen

Ein Heimatschein aus dem Jahr 1866

Gerriet Stenvers

Was war denn in früheren Zeiten der Heimatschein für ein Dokument und welche Bedeutung hatte er für seinen Inhaber?

Nun, früher war „Heimat“ ein individuelles Rechtsgut, im Regelfall erworben durch die Geburt, durch die der Mensch in die Gemeinde seines Geburtsortes eng eingebunden war. Das Dokument, welches das Heimatrecht dokumentierte, war der Heimatschein, gleichzeitig war es auch ein Ausweispapier für den Betreffenden. Ein Heimatschein aus dem Jahr 1866 weiterlesen

Deutschordensritter treffen in Ostpreußen auf eine Siedlerfamilie, ca. 1260

Gerriet Stenvers

Zinnfigurenserie der Privat-Offizin Körner

 

Geschichtlicher Hintergrund

Der Deutschordensstaat (Staat des Deutschen Ordens) war das Gebiet des Deutschen Ordens in der Zeit von 1230 bis 1561. Der Staat umfasste im Kern etwa das Gebiet Alt-Preußens zwischen Weichsel und Memel (das spätere West- und Ostpreußen) sowie bis 1561 als eigenständiges Meistertum Livland im Baltikum, in der Größe etwa dem heutigen Estland und Lettland entsprechend. Auch die Balleien im Heiligen Römischen Reich, die dem Hochmeister direkt unterstellt waren, können dem Ordensstaat zugerechnet  werden. Deutschordensritter treffen in Ostpreußen auf eine Siedlerfamilie, ca. 1260 weiterlesen

Die Schlacht bei Wimpfen 1622

Gerriet Stenvers

Die Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622 (greg.) war eine Schlacht in der frühen Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Sie wurde zwischen Wimpfen, Biberach, Obereisesheim und Untereisesheim ausgetragen und endete mit dem Sieg der katholischen bayerischen Truppen unter Tilly zusammen mit den spanischen Truppen unter Fürst de Córdoba über den lutherischen Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach. Tilly wurde am 13. September 1622 in den Reichsgrafenstand erhoben.

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Das Hessische Infanterie-Regiment „Fürstenberg“ bzw. „Gilsa“ im Siebenjährigen Krieg

Gerriet Stenvers

Vorbemerkung zu diesem Artikel

Dieser Artikel steht hauptsächlich im Zusammenhang mit meinem verstorbenen Sammlerfreund Dr. Ingo Kroll, welcher früher jahrelang die KLIO-Landesgruppe Schleswig-Holstein geleitet hat. Sein militärgeschichtliches Interesse galt schon damals überwiegend dem Siebenjährigen Krieg auf dem westlichen Kriegsschauplatz und der dort agierenden Alliierten Armee unter Herzog Ferdinand von Braunschweig. Insbesondere war nicht nur in diesem Zusammenhang die Beteiligung der Hessen, sondern alles was Hessen-Kassel betraf, eine Angelegenheit von besonderem Interesse für ihn. Die betreffenden beiden Bücher seiner späteren Veröffentlichungen und seine selbst bemalten Zinnfiguren des Regiments „Gilsa“ durfte ich übernehmen und konnte sie so meiner Sammlung hinzufügen und zu seinem Andenken bewahren.

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Die Schlacht von Slankamen in Zinnfiguren

Während eines Urlaubs im Jahr 2019 besuchte ich das Wehrgeschichtliche Museum in Rastatt, da dort neben den militärischen Exponaten auch etliche Dioramen mit Zinnfiguren ausgestellt sind. Insbesondere das große Diorama der Schlacht von Slankamen mit ca. 6.000 Flachfiguren, welches eigentlich kein Diorama im herkömmlichen Sinne, sondern eine riesige Aufstellung mit Gelände unter Glas ist, erregte mein besonderes Interesse, nicht zuletzt deshalb, weil die Epoche um 1700 auch mein hauptsächliches Sammelgebiet der Zinnfiguren ist. Mit etlichen eigenen Fotos habe ich diesen Teil der Ausstellung dokumentiert, welche ich in diesem Artikel zeigen möchte. Die Schlacht von Slankamen in Zinnfiguren weiterlesen

„Gyges und sein Ring“ oder was den Dramatiker Friedrich Hebbel mit Zinnfiguren verbindet

Vor einigen Jahren kaufte ich mir die Serie „Gyges und sein Ring“ von Wolfgang Hafer, sehr schön graviert von Werner Otto. Insbesondere das Schlafgemach ist interessant gestaltet, mit dem Blick nach draußen über den gefliesten Fußboden in den Garten. Im letzten Jahr bemalte ich die Figuren dann letztlich auch, aber nur einseitig. Sie basiert eindeutig auf das Historiengemälde „Kandaules“ von Jean-Louis Gérome, das leicht im Internet gefunden werden kann. „Gyges und sein Ring“ oder was den Dramatiker Friedrich Hebbel mit Zinnfiguren verbindet weiterlesen

Trier in der Franzosenzeit 1794-1814

Gerriet Stenvers

Ein kleinerer Dioramen-Zyklus von Prof. Dr. Gerteis ist auch diesem Thema im Zinnfigurenmuseum des Volkskunde- und Freilichtmuseums Roscheider Hof in Konz bei Trier mit einigen Zinnfigurendioramen gewidmet. Wenn auch die Napoleonische Geschichtsepoche schon mit unzähligen Zinnfiguren in den unterschiedlichsten Darstellungsformen dokumentiert worden ist, sind vielleicht die folgenden Dioramen nicht nur für die Sammler von Zinnfiguren dieser Epoche interessant. Wie schon in anderen Artikeln zu meinem Besuch des Museums sind auch hier wieder ausschließlich eigene Fotografien zur Dokumentation verwendet worden.

Am Anfang steht das Diorama (11) mit dem „Sturm auf die Bastille“ in Paris am 14. Juli 1789, welcher die Französische Revolution auslöste. Trier in der Franzosenzeit 1794-1814 weiterlesen