(K)ein Himmelfahrtskommando

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Fregatte Jyland

Himmelfahrt ohne Ausflug? Undenkbar für die Mitglieder der Klio Schleswig-Holstein. In diesem Jahr führte die Tour nach Dänemark. Ziel war zunächst Ebeltoft. Hier leigt, gut 230 Kilometer nördlich der Grenze, die Fregatte Jylland. Das um 1860 vom Stapel gelaufene Holzschiff ist mittlerweile ein Museumsschiff – und ein gut gemachtes dazu. Szenische Darstellungen, mehrsprachige Begleithefte und freier Zugang zu fast jedem Winkel an Bord erlauben einen tiefen Einblick in die dänische Marinegeschichte. Ein Rundgang auf dem 71 Meter langen und 13 Meter breiten Schiff ist zudem komfortabel, denn das größte Segelschiff seiner Zeit bot unter Deck Stehhöhe – was bei Segel-Kriegsschiffen nicht die Regel war. Der Dreimaster mit 437 Mann Besatzung war mit 44 Vorderlader-Kanonen ausgerüstet. Das mit einer Dampfmaschine ausgestattete Schiff war schnell: Die 3000 Quadratmeter Segelflächen ließen das Schiff mit 15 Knoten durch die See pflügen, unter Dampf waren es immerhin noch 12 Knoten. Ein Knoten ist eine Seemeile (das sind 1,82 Kilometer) pro Stunde.
Ein Schiff ist nicht genug. Zweite Station an diesem 14. Mai 2015 – der unter dem Dannebrog übrigens freundliches Sonnenwetter bot – war Jelling. Hier erkundeten die Schleswig-Holsteiner das historische Herz Dänemarks: die Runensteine und die beiden Grabhügel. Einer davon von Harald Blauzahn, der in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts die Dänen einte und christianisierte. Mit ausgesprochener Brutalität, wie Landesgruppen-Leiter Dieter Heuer wusste. Die beiden Runensteine thematisieren die Taten Haralds sowie seines Vaters, König Gorm. Sie gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

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Text und Fotos: Henning Voß
Die Fotos zeigen Impressionen der Himmelfahrtstour 2015.